Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: August 2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Jerome Baumann, CallCatch, Weberstraße 4, 48336 Sassenberg (nachfolgend "Anbieter") und seinen Kunden über die Bereitstellung eines KI-gestützten Telefonassistenten für Handwerksbetriebe (nachfolgend "Leistung"). Der Anbieter erbringt seine Leistungen ausschließlich gegenüber Unternehmerinnen und Unternehmern im Sinne von Paragraf 14 BGB, nicht gegenüber Verbrauchern. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Leistungsbeschreibung
Der Anbieter richtet für den Kunden einen KI-gestützten Telefonassistenten ein, der eingehende Anrufe entgegennimmt, die wesentlichen Angaben des Anrufers erfasst, Notfälle nach den mit dem Kunden abgestimmten Regeln erkennt und behandelt, und dem Kunden eine Zusammenfassung jedes Anrufs zustellt. Umfang, Funktionen und enthaltene Gesprächsminuten richten sich nach dem vom Kunden gewählten Paket, wie auf callcatch.de/#preise beschrieben. Der genaue Leistungsumfang, insbesondere die individuelle Ansage, die Notfallregeln und die Zustellwege der Zusammenfassung, wird im gemeinsamen Einrichtungsgespräch festgelegt und kann vom Kunden jederzeit formlos angepasst werden.
Der Assistent ersetzt keine menschliche Fachauskunft, macht keine Preiszusagen und schließt keine Aufträge im Namen des Kunden ab. Er weist jeden Anrufer zu Beginn des Gesprächs darauf hin, dass es sich um ein automatisiertes System handelt.
3. Vertragsschluss
Der Vertrag kommt durch ein individuelles Beratungs- und Einrichtungsgespräch sowie die anschließende schriftliche Bestätigung des gewählten Pakets zustande, in der Regel per E-Mail. Ein automatisierter Bestell- oder Kaufvorgang über die Website findet nicht statt; die auf der Website genannten Preise und Pakete stellen eine unverbindliche Information dar, kein bindendes Angebot im rechtlichen Sinn.
4. Preise und Zahlung
Es gelten die im Vertrag beziehungsweise in der Auftragsbestätigung genannten Preise, hilfsweise die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf callcatch.de/#preise veröffentlichten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer. Die monatliche Vergütung wird im Voraus fällig und per SEPA-Lastschrift oder über einen vom Anbieter bereitgestellten Zahlungslink eingezogen beziehungsweise in Rechnung gestellt, Zahlungsziel bei Rechnungsstellung 14 Tage ab Zugang. Die einmalige Einrichtungsgebühr wird mit der ersten Rechnung fällig und beträgt 199 Euro, ermäßigt auf 99 Euro bei Gründungskunden-Status oder bei Wahl der jährlichen Abrechnung.
Enthält das gewählte Paket ein monatliches Freiminutenkontingent, werden darüber hinausgehende Gesprächsminuten zum vereinbarten Minutenpreis abgerechnet. Bei Erreichen von 80 Prozent des Kontingents informiert der Anbieter den Kunden in Textform. Ein Wechsel in ein anderes Paket erfolgt niemals automatisch, sondern nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden. Liegt der Kunde zwei aufeinanderfolgende Monate über dem gebuchten Volumen, weist der Anbieter darauf hin und schlägt ein passendes Paket vor.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen sowie die Kosten der Mahnung zu berechnen und die Leistung nach vorheriger Ankündigung und angemessener Nachfrist bis zum Ausgleich auszusetzen.
5. Laufzeit und Kündigung
Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, läuft der Vertrag mit monatlicher Abrechnung ohne Mindestlaufzeit und ist mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende kündbar, in Textform (E-Mail genügt). Wählt der Kunde ausdrücklich die jährliche Abrechnung mit zwei Monaten Rabatt, gilt eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten ab Vertragsschluss; danach läuft der Vertrag mit derselben Frist von 14 Tagen zum Monatsende weiter kündbar.
Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung und angemessener Nachfrist mit der Zahlung in Verzug bleibt oder den Assistenten missbräuchlich einsetzt.
6. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde ist verantwortlich für die Einrichtung der Rufumleitung bei seinem eigenen Telefonanbieter sowie für die Richtigkeit und Rechtzeitigkeit der Angaben, die in die Ansage und die Notfallregeln einfließen, insbesondere die genannten Rückrufnummern und Eskalationswege. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für Folgen, die sich aus fehlerhaften oder veralteten Angaben des Kunden ergeben, sofern der Kunde dies nicht unverzüglich nach Kenntnis mitteilt und korrigieren lässt.
7. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Telefonassistenten und setzt hierfür etablierte, europäische Infrastruktur ein. Eine Verfügbarkeit von 100 Prozent kann dabei aus technischen Gründen nicht zugesichert werden, ebenso wenig wie bei einem herkömmlichen Telefonanschluss. Ist der Assistent im Einzelfall nicht erreichbar, hängt das Verhalten des Anrufs von der beim Kunden eingerichteten Rufumleitung ab: Ist keine Rufumleitung eingerichtet oder ist sie deaktiviert, verhält sich der Telefonanschluss des Kunden wie vor Einrichtung des Assistenten, Anrufe klingeln normal durch beziehungsweise werden von einer gegebenenfalls beim Kunden eingerichteten eigenen Mailbox entgegengenommen. Ist die Rufumleitung aktiv, kann ein Anruf bei Nichterreichbarkeit des Assistenten unbeantwortet bleiben; ein automatischer Rückfall auf die eigene Mailbox des Kunden ist in diesem Fall technisch nicht gewährleistet. Weitergehende Ansprüche wegen einzelner, vorübergehender Ausfälle bestehen nicht, unbeschadet der Regelungen in Ziffer 8.
8. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes und für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen, insbesondere für entgangenen Gewinn, entgangene Aufträge oder sonstige mittelbare Schäden.
9. Datenschutz
Für die auf der Website erhobenen Daten gilt die Datenschutzerklärung. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten der Anrufer des Kunden im Rahmen der eigentlichen Assistenzleistung schließen Anbieter und Kunde vor Aufnahme des Betriebs einen gesonderten Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO, der eine vollständige Liste aller beteiligten Unterauftragsverarbeiter enthält.
10. Vertraulichkeit
Beide Seiten verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Seite, die ihnen im Rahmen der Vertragsdurchführung bekannt werden, streng vertraulich zu behandeln und nur für Zwecke der Vertragsdurchführung zu verwenden.
11. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, etwa weil sich Leistungen oder rechtliche Rahmenbedingungen ändern. Der Kunde wird über Änderungen mindestens sechs Wochen vor deren Inkrafttreten in Textform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hin. Im Fall eines fristgerechten Widerspruchs gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort, beide Seiten können ihn dann zum nächstmöglichen Termin ordentlich kündigen.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Der Kunde kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.